Linden zählen zu den geschichtsträchtigen Laubbäumen – oft wurden sie zu besonderen Anlässen oder im Zentrum eines Dorfes gepflanzt. Unter ihrem ausladenden Dach aus herzförmigen Blättern lässt es sich wunderbar verweilen. Auch für die Bewohner des idyllisch gelegenen Forsthauses Hülshof ist diese Linde ein Ort der Ruhe und Besinnung. Sie spendet wohltuenden Schatten, ist mit ihrer Größe weithin sichtbar – und mit einem Stammumfang von 5,40 Metern eine wahrhaft mächtige Erscheinung.
Linden waren (insbesondere in Dörfern) einst Treffpunkte für Jung und Alt. Hier wurde getanzt, gefeiert, aber auch Gericht gehalten und wichtige Entscheidungen besprochen. Gewissermaßen ein Ort der Begegnungen. So fragt sich auch unsere Tippgeberin Annette Denker, „wie viele Liebespaare sich wohl schon bei der wunderschönen Linde am romantischen Forsthaus gefunden und geküsst haben. Der Baum wird es nicht verraten“.
Die Linde gilt bis heute als Symbol für Gemeinschaft, Frieden und Zusammenhalt.
Baumart: Winterlinde
Lateinischer Name: Tilia cordata
Alter geschätzt: 300 Jahre
Umfang: 5,40 m
Brusthöhendurchmesser: 1,72 m
Höhe: 26 Meter
Naturdenkmal: ja
Standort: Bad Berleburg-Richstein
Ernte: Die Ernte erfolgte per Hubsteiger im Spätsommer 2023 direkt am Baum. Die Anzucht war leider nicht von Erfolg. 2024 hatte die Linde kaum Samen ausgebildet. Im Herbst 2025 konnte die Linde beerntet werden - die Samen befinden sich in Anzucht.
Pflanzfläche an der Hohen Bracht: