Einst stand diese Hainbuche im Park der Villa Kraemer, dem Anwesen eines bedeutenden Lederfabrikanten in Hilchenbach. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Bäumen, einer Kastanienallee und einem Weiher bildete sie einen repräsentativen Landschaftsgarten. Mit dem Niedergang der Lederindustrie wechselte das Grundstück 1986 den Besitzer, das Herrenhaus wurde abgerissen, der Park gerodet. Mit der Rodung gingen die heftigsten Auseinandersetzungen in der jüngeren Stadtgeschichte einher. Der Kampf gegen die Rodung des „Kraemerschen Park“ wurde bis zum -erfolglosen- Bürgerbegehren geführt. Erhalten blieben schlussendlich nur die Hainbuche und eine benachbarte Blutbuche – heute ein als Naturdenkmal geschütztes Baum-Ensemble. Auf dem restlichen Gelände der ehemaligen Villa Kraemer wurde 2007 ein Discounter eröffnet.