Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert markierte die Siegener Landhecke die Grenze zwischen dem Amt Siegen-Nassau und dem Erzbistum Köln. Die Befestigung bestand aus einer Wall-Graben-Anlage sowie einem dichten Gehölzstreifen, dem sogenannten „Gebück“. Diese Barriere diente dem Schutz vor feindlichen Übergriffen. Eines der letzten Zeugnisse dieser historischen Grenzanlage ist der Generationenbaum „Dicke Buche“. Mit ihrer außergewöhnlichen Wuchsform und einem Stammumfang von über 6,50 Metern ist sie ein imposanter Anblick.
Sie erscheint mit ihren Ästen wie ein Krake. Die sichtbaren Wurzeln, die sich wie Tentakeln über den Boden ausbreiten, geben ihr festen Halt.
In der Siegener Landhecke gab es auch mit Schlagbäumen versehene Grenzübergange. Unweit des Generationenbaums befand sich beispielsweise der Krombacher Schlag auf dem Alten Heck. Einachsige Ochsen- und Pferdewagen transportierten hier Waren, wie das begehrte Siegerländer Eisen. Durch den Transport schnitt sich das Fuhrwerk tief in das Gelände ein. War ein Weg im Laufe der Zeit unbefahrbar geworden, wurde nebenan ein neuer eröffnet. So entstanden viele parallel verlaufende Hohlwege.
Die „Dicke Buche“ präsent in Funk und Fernsehen
Der markante Baum ist nicht nur beliebtes Fotomotiv und Ziel für Wanderer, sondern auch Bestandteil eines aktuellen Werbespots der ortsansässigen Brauerei.
„„Mit unserem neuen Spot wollten wir auch unsere tiefe Verbundenheit zur Heimat zeigen. Alle Drehplätze liegen in der Region – die ‚Dicke Buche‘ spielt dabei eine ganz besondere symbolische Rolle“, wird Wolfgang Schötz, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagements der Brauerei, in der Pressemitteilung zitiert.“ (Siegener Zeitung 21.03.2025).
Werbespot und Rundfunkbeitrag abrufbar unter:
https://www.youtube.com/watch?v=UJfcT1HAqH4
https://www.siegener-zeitung.de/lokales/siegerland/kreuztal/tag-des-waldes-krombacher-brauerei-bezieht-beim-thema-waldschutz-stellung-MGTMBKZBQJF5LN6B2VAHEPSNMI.html
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr4/heimatgeschichten/audio-die-dicke-buche-von-krombach-100.html